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13-01-2012

Einschnitte für Druckbranche unumgänglich

(at) Nach der am 11. Jänner abgebrochenen Kollektivvertragsverhandlung und den sich in den vergangenen zwei Tagen verschärfenden Tönen seiten der Gewerkschaft GPA-djp, mahnt Rudolf Cuturi, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik "zur Sachlichkeit und Klarstellung auf".

Streik (c: dasbiber.at - favicon) Streik (c: dasbiber.at - favicon)

Versachlichung statt Panikmache
Laut Cuturi betreibt "die Gewerkschaft eine verantwortungslose Panikmache" unter den Druckerei-Beschäftigten. "Diese sollen offenbar gezielt verunsichert und so zu Streiks motiviert werden. Das zeugt von keinem guten Stil", konstatiert er. Die wirtschaftliche Situation der Branche, merkt er wiederholt an, ist schlecht und macht Einschnitte notwendig.

Cuturi attestiert der Gewerkschaft Problembewusstsein und schätzt deren Angebot ernsthaft über Kostendämpfungsmaßnahmen nachzudenken. "Nur" die konkreten Maßnahmen und zeitliche Umsetzungsrahmen trennen Arbeitgeber- und Arbeitnehmernvertreter.

Zehn Wochen und guter Wille
"Während der Verband Druck & Medientechnik für sofortiges Handeln ist und weder bereit noch gewillt ist, nach den fruchtlosen Verhandlungen der letzten eineinhalb Jahre die Probleme weitere zwei Jahre zu schleppen, tritt die Gewerkschaft dafür ein, dass nebulös formulierte kostendämpfende Maßnahmen erst ab 2014 schlagend werden", skizziert Cuturi die grundlegende Diskrepanz zwischen den Verhandlungsparteien.

"Überbordende Emotionen führen zu sich verhärtenden Fronten, zu Streiks und zu wirtschaftlichen Einbußen für die angeschlagene Branche. Das trifft die Arbeiteber und die Arbeitnehmern", untermauert der Verbandspräsident seinen Ruf zur Sachlichkeit.

Zehn Wochen haben Gewerkschaft und Verband noch Zeit bis zum Ablauf der Gültigkeitsfrist des jetzigen Kollektivvertrages für das grafische Gewerbe. Mit gutem Willen ist, so Cuturi, bis dahin noch ein tragbarer Kompromiss zu erzielen.

atmedia.at

Kollektivvertrag 2012 - Verhandlungsstand - Verband Druck & Medientechnik

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